Es war einer dieser nicht hellwerdenden
Sonntage im März.
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Norbert hing vor dem Rechner? Gaby ging ebenfalls ihrer Lieblingsbeschäftigung (dem Bügeln) nach und die Kiddies hingen geschlossen vor der Playstation. |
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| Wir überlegten uns, mal ein bischen im www zu suchen, was wir uns alles nicht leisten können. Schließlich standen in unserer Garage ja zwei neue Motorräder. | ||
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| Vor lauter Langeweile gingen wir zu den Immobilien über. |
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Wir gaben ein:
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Wir hatten gefunden, was wir uns nicht leisten können. Wer jemals auf so einer Immoseite seinen Wünschen freien Lauf gelassen hat, weiß, was Wünsche kosten.
| Jedes nette Bildchen der angebotenen Häuser entfernte uns mehr von dem Wunsch nach einem eigenen Haus. |
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Tja, und plötzlich blieben wir hängen. Wir lasen die Beschreibung, überlegten, wo das Haus stehen könnte und konnten uns schwach erinnern, es mal bei einem unserer ersten Zweiradusflügen gesehen zu haben.Dann klickten wir es wieder weg, denn es war ja alles gar nicht ernst gemeint.Irgendwie ging uns beiden dieses Haus aber nicht mehr aus dem Kopf.Dann kam mal endlich ein Sonnentag und wir klauten uns eine Stunde um mal wieder mit den Mopeds um den Block zu fahren.Ganz ohne Absicht (wer uns kennt bricht jetzt vor Lachen zusammen) fuhren wir durch die nähere Umgebung und siehe da: |
Plötzlich und ganz zufällig entdeckten wir "unser Haus"?
| Wir schlossen die Motorräder ab und betraten das Grundstück. |
| Ich sah den Garten und fügte in Gedanken schon hier einen Rosenstrauch und dort ein Beet ein. Norbert "sah" sein Modellboot auf dem Teich. |
| Wir standen Hand in Hand vor dem Carport und überlegten, ob unser ?Fuhrpark? dort unterzubringen sei. Das Haus stand leer und war ein einziger Traum. |
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Wieder zuhause angekommen schmissen wir den Rechner an und guckten uns nochmal das Angebot an. 'Viel zu teuer' war unser beider Meinung. Aber man kann ja mal unverbindlich das Expose anfordern ... |
| Ist das nicht eine nur (die gesitteteren mögen mir verzeihen aber das trifft's am Besten) geile Raumaufteilung ? | |
| Neeeee ? wir Haus kaufen? Nee,nee ? wenn die Kinder mal groß sind vielleicht. Aber jetzt? Neee ? zu teuer und dann die ganze Arbeit mit dem großen Garten. Neee ? wollten wir nicht! | |
Wirklich nicht ! |
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| Wir überzeugten uns gegenseitig immer sehr überzeugend davon. | |
| Naja, wir konnten unseren Eltern das Expose ja mal schicken, um sie ein bischen zu schocken. Hat auch geklappt. Die Anrufe kamen fast 'postwendend'. | |
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Sie kennen sich zwar kaum ? aber sie waren sich einig, wir könnten nicht mehr sauber ticken. Wir konnten sie aber beruhigen, daß das ja alles gar nicht ernst gemeint war Dachten wir zu dem Zeitpunkt selber noch *lachundprust* |
| Nur so interessehalber rechneten wir aber mal durch, was wir uns überhaupt leisten könnten. Rein theoretisch natürlich! Wir fragten ? ganz unverbindlich ? mit unseren ganzen errechneten Tabellen und Aufstellungen im Handgepäck auch mal bei unserer Bank nach. Die fanden den Gedanken gar nicht so abwegig-was uns ein wenig nachdenklich stimmte. Aber nur ein wenig. Nur gerade soviel, als daß dieses Haus 70% unseres Gesprächstoffes ausmachte. Mindestens! |
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Dann kam der Anruf!
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Ob wir uns das Haus nicht mal ansehen wollten. Der Makler war am Montag sowieso in Lohmar und es wäre ja unverbindlich? |
| Wir überlegten uns, daß eine Besichtigung für uns sicher ein heilsamer Schock wäre. Wir waren überzeugt, jede Menge Mängel zu entdecken und hatten zum Termin vorsichtshalber einen Gutachter im Schlepp. |
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Die Maklerin machte so ein bischen den Eindruck von Sabrina aus der ersten ?Big Brother?Staffel, war aber total lieb und sehr aufgeschlossen. |
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Wir hatten uns entschieden ! |
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Wir wollten DIESES Haus ! |
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Aber nicht zu diesem Preis! |
| Dieses teilten wir der Makerin mit. Doch sie hatte den ernüchternden Satz: Der Verkäufer läßt nicht mit sich handeln! |
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AUS DER TRAUM! |
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| Wir bedankten uns, verabschiedeten uns und gingen. Ich konnte nicht zurückgucken, da ich einen ziemlichen Kloß im Hals hatte. Ich habe mich eigentlich über mich geärgert, denn es war uns ja gar nicht so ernst gewesen. |
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Es vergingen zwei Wochen. Zwei Wochen, in denen wir immer mal auf die Immoseite gingen, um zu sehen, ob das Haus jemand gekauft hätte. Zwei Wochen, in denen wir vor und zurückrechneten und immer zu dem gleichen Ergebnis kamen: Ohne drastische Sparmaßnahmen und den Verzicht auf alle unsere Luxusgüter, ging es nicht. Also: Dann eben nicht! |
| Was wir nicht wußten: Die Maklerin hatte uns ins Herz geschlossen. Sie beichtete uns später, das es ihr sehr weh getan hätte, als sie uns mit gesenkten Köpfen (War uns gar nicht aufgefallen) von dem Grundstück hat gehen sehen. Die Dame hat in den zwei Wochen alle Register gezogen, die ihr eingefallen sind. Sie rief uns an, wollte von uns ein Angebot haben und dann war Funkstille. |
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| Wir hatten ein geradezu unverschämtes Angebot gemacht von dem wir nicht ernstlich glaubten, daß der Verkäufer darauf eingehen würde. | |
| Keine Ahnung wie sie es geschafft hat. Aber ? was sollen wir Euch sagen: |
Dann kam der Anruf!

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