Morle – Wohnungskatze sucht Zuhause
28. November 2007 von Benson
Morle sucht ein Zuhause
Ich suche eine neue Familie, aber nicht, weil man mich nicht mehr haben möchte, im Gegenteil. Meinem Frauchen wird das Herz brechen, aber meine Gesundheit ist ihr wichtiger.
Ich erzähle Ihnen meine Geschichte, damit Sie verstehen, dass ich nicht einfach abgeschoben werden soll, sondern es soll zu meinem Besten sein und das wäre mir auch sehr recht.
Also, ich bin ca. 11 Jahre alt, schwarz und ein bisschen pummelig ( wie das bei Wohnungskatzen oft so ist ) und wurde 2002 aus dem Tierheim geholt, frustriert und an vielen Stellen kahl geleckt. In meinem neuen Zuhause wohnte auch Katze Micky und nach anfänglichen Problemen haben wir uns arrangiert. Vor lauter Glück wuchs mein Fell überall nach. Vor ca. 1 ½ Jahren kam dann ein Kater zu uns und im letzten Jahr eine kranke Katzendame, Rebecca. Wir verstanden uns zuerst prima.
Nur ich bin jetzt zeitweise ein Problem für Kater Alibaba und neuerdings auch für Katze Rebecca. Ich bin seit ein paar Monaten zuckerkrank und werde 2x pro Tag gespritzt. Nur so nebenbei, das lasse ich mir ohne Probleme gefallen. Und mein Frauchen sagt, das Spritzen ist ganz einfach. Wie gesagt, ich komme zwar damit zurecht, aber häufiger Stress tut mir nicht gut. Denn die beiden Neuen haben sich zusammengetan und mobben mich abwechselnd. Meistens wenn ich aufs Klo möchte. Ich muss immer auf der Hut sein und das macht mich fertig. Oft traue ich mich gar nicht durch die Wohnung oder nur, wenn mein Frauchen neben mir hergeht. Ein schönes Leben ist das nicht mehr. Nun könnte man denken, dann müssen die beiden Nachzügler eben weg.
Und das ist der Haken, beide sind auch nicht so ganz gesund und lassen sich außerdem überhaupt nicht oder nur sehr schwer einfangen (streicheln ja). Da bin ich pflegeleichter, weil ich es liebe überall gekrault und gebürstet zu werden. Und abnehmen müsste ich auch ein bisschen, was in einem Mehrkatzenhaushalt fast unmöglich ist.
Meiner Freundin Micky, mit der ich seit Jahren zusammenlebe, ist es mehr oder weniger egal, ob ich weg bin oder nicht, außerdem hat sie ja Gesellschaft und sie lässt man in Ruhe. Aber auch Micky meint hin und wieder, sie müsse mich schikanieren.
Bachblüten, Felifriend und Feliway haben nichts genützt.
Ich würde mich freuen, wenn ich einen lieben Menschen mit viel Herz, Zeit und Verständnis für meine Situation finden würde. Ein gesicherter Balkon reicht mir völlig.

Gebiet51.de


















Ich habe seit ein paar Wochen ein besonders schönes kleines Holzhaus (eher eine Hundehütte) bekommen und es einfach in eine Ecke im Wohnzimmer deponiert. Seit dem ist es der Rückzugsort meiner Morle und seitdem scheint es ihr besser zu gehen.
Da fühlt sie sich richtig wohl und die übrigen akzeptieren, dass das ihr Reich ist. Deshalb denke ich, ich werde sie behalten. Und da sie plötzlich wieder auf meinen Schoss klettert und mir dann hingebungsvoll die Hände leckt, kann ich mir ein Leben ohne sie doch nicht mehr vorstellen.
Mit dieser Nachricht der Halterin bleibt mir nur zu sagen, Morle ist jetzt nicht mehr zu vermitteln und ich selber bin sehr froh darüber.