Gänsestopfleber
20. Oktober 2006 von Benson
Gänsestopfleber: Bundesweite Strafanzeigen
PETA hat bundesweit Strafanzeige gegen knapp 50 Inhaber und Küchenchefs von Gourmetrestaurants erstattet, die auf der Speisekarte Foie gras (Stopfleber) anbieten. Die Beschuldigten, darunter u. a. auch Michael Käfer, Harald Wohlfahrt, Vincent le Moissonnier, Alexander Pope, Hans Sobotka, Christian Lohse, Armin Karrer und Peter Müller verstoßen nach Auffassung von PETA gegen das Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetz (vormals u. a.: Fleischhygienegesetz) sowie gegen die Fleischhygiene-Verordnung.
Medizinisch gesehen ist eine verfettete Leber (Steatosis hepatis) ein krankhaft verändertes Organ. Die Vögel werden geschlachtet, bevor sie an den irreversiblen Folgen des Stopfens sterben. Auf den Menschen übertragen, hieße das, dass seine Leber 20 kg wiegen würde!
Die immer größer werdende Leber erdrückt die anderen Organe und die Tiere erleiden unvorstellbare Schmerzen.
Täglich werden 1,2 kg gequollener und gesalzener Mais und Hafer in die Mägen der Tiere gestopft, das ist das zehnfache der Menge von dem, was eine Gans normalerweise fressen würde. Damit die Gans das durch das qualvolle Vollstopfen erhaltene Futter nicht wieder erbricht wird der Schnabel mit einem Gummiband zugebunden. Moderne Betriebe setzen Pressluft ein um die Tiere noch einfacher zu mästen.
Ich frage mich, was für Menschen sind das die viel Geld für eine Delikatesse ausgeben die auf diese bestialische Weise erzeugt wird? In Deutschland ist diese Mast verboten, aber wie scheinheilig ist das wenn man bedenkt das Deutschland einer der größten Abnehmer für diese perverse Delikatesse ist? Und die EU? Bestehende Betriebe haben mind. bis 2011 Garantien und bis dahin …
Ich drücke den Menschen von PETA die Daumen das sie Erfolg mit dieser Aktion haben.

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